6 einfache Handgriffe für weniger elektrische Felder in Deiner Wohnung



Nachdem meine vorigen Posts über krankmachende elektrische Strahlung "normaler" Elektroleitungen und Stromkabel für einige Fragezeichen in puncto Abhilfe sorgten, möchte ich Euch heute beruhigen: Um gesünder zu leben, müßt Ihr weder auf Kerzen zurückgreifen, noch die Omma aufs Fahrrad schicken, um bei Strombedarf einen Generator heiß zu strampeln.

Mit wenigen Handgriffen könnt Ihr selbst Euch ein besseres Umfeld schaffen. Das ist das Positive an niederfrequenten, elektrischen Wechselfeldern. Bei Hochspannungsleitungen oder Mobilfunkstrahlung ist es schon schwieriger, sein Wohnumfeld abzuschirmen.

Hier einige Fragen, die Ihr Euch stellen solltet:


Muß das Kabel von Gerät XY rund um die Uhr in der Steckdose stecken?


Oder schaffe ich es, mein müdes Haupt einmal monatlich zu neigen, wenn ich dieses Gerät benutzen möchte?

Hand aufs Herz: Wie oft scannt Ihr? Wie oft benutzt Ihr Euren euphorisch erworbenen Smoothie-Mixer nach den ersten drei Wochen wirklich? Und dudelt der CD-Player den halben Tag oder nur, wenn Ihr ein Date in die Horizontale befördern wollt?

Alles, was in der Steckdose steckt, strahlt. In Euren Kopf. In Euren Körper. In Eure Nerven. Egal ob angeschaltet oder nicht.


Brauche ich ein 10m Verlängerungskabel, um 1m zu überbrücken?


Wir alle kennen das: Mal eben ein Gerät in Betrieb nehmen. Mist: alle kurzen Verteilerkabel belegt. Aber da ist ja noch die Anaconda der Verlängerungskabel im Keller. Hängen wir sie mal eben dran. Wir können ja demnächst ein kurzes Kabel kaufen.

Wann kaufen wir dann das kurze Kabel?
Exakt.
Nie.

Nichts hält länger, als ein Provisorium. Und das Provisorium kostet uns wieder ein wenig Gesundheit. Je mehr Kabel, desto mehr Strahlung. Wegen 2 Minuten Einkauf und 2,99€.


Habe ich die berühmt-berüchtigte Armlänge Abstand eingehalten?



Bei Strahlung ist sie sinnvoll. Je weiter ich von einerm Stromleitung entfernt bin, desto weniger Strahlung erreicht meinen Körper. Eigentlich logisch.
Doch warum ziehen wir die Kabel dann bevorzugt unter Bett und Sofa lang?
Weil man sie dort nicht sieht. Weil es hübscher aussieht.

Dummerweise schaufeln wir uns damit aber selber unser Nervengrab. Denn wo verbringen wir die meiste Zeit? Auf dem Sofa und im Bett. Und nur wenige Zentimeter unter uns pulst das elektrische Feld.

Wenn möglich also immer einen Meter Abstand halten, vor allem im Schlafbereich.


Geerdet oder nicht geerdet?


Wie im vorigen Post schon erwähnt, sind die klobigen Netzstecker (Schukostecker) geerdet und die Flachen (Eurostecker) nicht. Aus Kostengründen sind wir inzwischen umzingelt von den günstigeren Flachsteckern und damit mehr Strahlung ausgesetzt als nötig.
Durch nachträgliche Erdung von Geräten kann die elektrische Feldintensität um mehr als 95% reduziert werden!
Also beim Neukauf von Geräten darauf achten, wenn möglich eines mit Schukostecker zu erwerben.



Bin ich falsch gepolt?


Strom geht hin und zurück. Von der Steckdose durch den einen Metall-Pinüppel des Netzsteckers ins Gerät und durch den anderen Pinüppel wieder zurück in die Steckdose. Ein Hinleiter und ein Rückleiter. Im Gegensatz zu anderen Ländern, sind beide bei uns identisch, d.h. wir können sie dummerweise auch falsch herum in die Steckdose stecken.

Passiert dies, dann endet der ausgeschaltete Strom nicht am geschlossenen Törchen des Hinleiters, sondern fließt durch das komplette Gerät bevor er dann endlich ausgebremst wird. Ergebnis: das komplette Gerät ist ein elektrisches Feld.
Nun zählt mal flugs alle Flachstecker in Eurem Haushalt und versucht, nicht blaß zu werden angesichts der Fülle unnötiger elektrischer Felder. Die Chance steht 50:50, daß Ihr zufällig die richtige Einsteckvariante gewählt habt.

Mit Hilfe eines Spannungsprüfers könnt Ihr selber testen, welche Steckvariante bei Euren Geräten die richtige ist. Eine Anleitung findet Ihr auf S. 57f im Buch "Streß durch Strom und Strahlung" von Wolfgang Maes.


Nutze ich Strahlungsbomben?


Baubiologischer Richtwert für Schlafbereiche ist 1 V/m.
Die kuschelige Heizdecke, die Du Dir zum Schlafen in den Rücken oder an die gefrosteten Füße legst, strahlt 1.500-3.500 mal mehr!

Das Ganze kannst Du noch potenzieren durch ein ungeerdetes Wasserbett (bis 1.000 V/m) oder ein elektrisch verstellbares Bett, ein Babyphone (unter 1m Abstand 7-700 V/m) oder den allseits beliebten Radiowecker (je nach Abstand 35-600 V/m).

Scanne Dein Schlafzimmer mit dem Stromblick: Was mit Strom ist absolut unersetzbar?
Wenn wir ehrlich sind, bleibt meist nur eines: eine Lampe. Und die stellst Du dann auf Abstand und testest, wie sie "richtig" in der Steckdose steckt.

Das waren die einfachsten Wege, Strahlung von elektrischen Wechselfeldern zu reduzieren.
Die advanced solutions wären geschirmte Elektrogeräte oder Netzfreischalter, die bestimmte Teile der Wohnung mit einem Klick komplett vom Netz nehmen.
Ich habe das in meiner Experimentierphase einige Wochen in der basic Version getestet und abends einfach am Stromkasten die Sicherungen herausgedreht. (Ja, gedreht. Meine euphemistisch bezeichnet kostenbewußte Vermieterin wird die Porzellansicherungen erst austauschen, wenn man selbst in Uganda keine mehr nachkaufen kann.)

Das Konzept hatte einen Haken: wenn ich mich müde gelesen hatte, mußte ich aufstehen und die Sicherungen rausdrehen. Dann war ich wieder wach. Und hätte noch ein paar Seiten lesen wollen, um wieder so müde zu werden. Dafür hätte ich ja wieder aufstehen müssen. Ja, es gibt Lampen mit Batterie. Wir Frauen kennen uns schließlich mit batteriebetriebenen Devices aus. Allerdings sind diese Funzeln auch nicht das Ei des Columbus.

ABER: Es trat tatsächlich mehr Ruhe in meinem sonst immer sehr gespannten Oberstübchen ein. Die Sache hat also einen Effekt!
Das Thema Netzfreischalter liegt bei mir definitiv auf Wiedervorlage für die nächste dauerhafte Bleibe.

Nun hatte ich ja geplant, auch über die vielen anderen Strahlungsquellen wie Strommasten, Mobilfunk, WLAN zu schreiben, aber manchmal kommt einem das sogenannte Real Life dazwischen. Was genau hier gerade alles passiert bei mir und warum meine Blogfrequenz so stark abgenommen hat, schreibe ich Euch in den nächsten Posts. 
Und Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Wer das alles schneller erfahren möchte, dem kann ich wirklich empfehlen, sich selber kundig zu machen. Es lohnt sich!


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Meine Texte zu Gesundheitsthemen ersetzen weder einen Baubiologen noch einen (Umwelt-)Mediziner. Ich berichte hier über meine eigenen Erfahrungen mit einem gesundheitsschädlichen Wohnumfeld und erkläre sie unter Zuhilfenahme naturwissenschaftlicher Zusammenhänge.
Zur detaillierten Beschäftigung empfehle ich die Leküre von Fachliteratur. Hier schreibe ich bewußt vereinfacht, um Leser, die sich noch gar nicht damit beschäftigt haben, auf Zusammenhänge und Gefahren aufmerksam zu machen.

Die grundlegenden Kenntnisse zum Thema Strom und Strahlung habe ich mir in den Publikationen von Wolfgang Maes angelesen, ergänzt durch intensive "Feldforschung" im Internet. Ihr werdet beim Googeln in Sekunden mehr finden, als ich hier dauerhaft an Literaturangaben aktuell halten kann. Sucht einfach mit Begriffen wie Baubiologie, Umweltmedizin, Strahlenschutz, Umwelterkrankung, Grenzwerte, Elektrosmog, Hochspannungsleitungen etc.

Für alle Zweifler, die meinen, ich möchte hier etwas verkaufen: Ich stehe zu keiner der Personen oder Firmen, die ich hier verlinke in irgendeinem verwandtschaftlichen oder finanziellen Verhältnis. In den seltenen Augenblicken Konzentration, die mir meine Krankheiten lassen, verfasse ich diese Texte. Gratis. 
Ich könnte mich auch einfach aufs Sofa werfen und nix tun. Möchte ich aber nicht: Wenn nur einer von Euch durch meine Postings auf die Idee kommt, Umwelteinflüsse als Ursache seiner chronischen gesundheitlichen Beschwerden zu identifizieren, hätte sich meine Mühe schon gelohnt.

Und die Geräte, die ich hier vorstelle, sind keine dubiosen Elektrosmogreiniger, sondern physikalisch-technische Meßtechniken, wie sie auch jeder Ingenieur, Elektriker oder eben Baubiologe einsetzt. 











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