7 Gründe, Hamburg zu lieben



Wie die "älteren" Leser unter Euch wissen, war der Umzug nach Hamburg ein gesundheitlicher, lange strategisch ausgetüftelter Kompromiß zwischen meinen beiden Herzensheimaten: Mein Ästhetikherz gehört Stockholm und mein Heimatherz Nordrhein-Westfalen. Hamburg war mir nahezu unbekannt.

In den ersten Wochen war es wirklich hart: Ich fühlte mich angesichts der Größe dieser Stadt wie ein gerupftes Huhn, das man in einen tosenden Ozean geworfen hat. Wie sollte ich dieses riesige Geflecht aus zigspurigen Straßen und unendlich vielen Stadtteilen jemals verstehen? Für jemanden mit dem Orientierungssinn eines Bürostuhls schier unvorstellbar.

Der Handwerker. Und ich.


Der Handwerker montiert das Waschbecken im Bad neu an. Liebevoll verfugt er die Silikonumrandung.
Das Silikon muß 24 Stunden aushärten, erklärt er. Sie dürfen bis morgen nicht am Becken rütteln.
Ich sage brav ja und und überlege, wann ich das letzte Mal im Leben an einem Waschbecken gerüttelt habe. Mit 5 vielleicht?

Hören Sie, legt er nach, Sie dürfen sich da auch nicht drauf setzen.
Ich schaue auf ihn und das Minibad, in dem sogar das WC aus Platzmangel schräg montiert ist und frage mich, welcher Zwerg es schaffen würde, sich hier aufs Waschbecken zu setzen.
Und ob ich aussehe wie jemand, der Sex auf Toiletten hat.


Offenbar wirke ich durch meine Überlegungen nur bedingt aufnahmefähig.
Er nimmt das Waschbecken mit der frischen Fuge in beide Hände und rüttelt kräftig daran.
Das, sagt er, dürfen Sie in den nächsten 24 Stunden nicht machen.
Is klar.




Miss Crusoe in Blankenese



"Du bist die erste Frau, die aus dem Treppenviertel weg will", sagte ein Bekannter kürzlich. Das klang ein wenig vorwurfsvoll. Überhaupt schauen mich alle an, als wäre ich meschugge, wenn ich von meinem Alcatraz-Erleben in Blankenese erzähle.

Vom Loslassen und Ankommen und Loslassen und..




Welcome 2017! Eine frohes neues Jahr wünsche ich Euch allen!

Nun ist es also vorbei, 2016 mit all seinen gewalttätigen Schrecknissen und Todesfällen. Zumindest, wenn man sich die psychologische Finte gestattet, einen Tag im Jahr als ein Ende zu definieren. Denn gestern war genauso der Beginn eines neuen Jahres wie heute oder morgen.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...