Frau E. und die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung

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Und dann bekam ich doch noch einen Termin...

Wo war ich stehengeblieben in der Facharztterminstory?
Ach, ja, ich erinnerte mich, daß es nun eine Stelle geben soll, bei der Patienten innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin erhalten.

Ich rufe bei meiner Krankenkasse an.
Person 1 weiß nix, verbindet mich mit Nr. 2.
Nr. 2 hat mal davon gehört und fragt Nr. 3.
Nr. 3 sagt, das wäre bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Ich erhalte eine Nummer.

Nr. 1 bei der KV sagt, das wäre sie nicht, gibt mir aber die richtige Nummer.
Bei der richtigen Nummer lande ich in der Warteschleife.
Nach zehn Minuten verliere ich die Geduld und beginne, parallel zu kochen.
Dann esse ich parallel.

Nach locker einer halben Stunde, ist eine junge Frau am Apparat. (Krass, nun bin ich schon in dem Alter, in dem man alles, was nicht rollatiert, junge Frau nennt.)

Ich erzähle, daß ich aufgrund schwerer Erkrankungen nicht sonderlich mobil bin und bitte, zu schauen, daß ich nicht in einen entfernten Vorort muß.
Sie müssen aber nehmen, was sie kriegen, sagt sie ungerührt.
Das werde ich ihr mal auf die Nase binden, wenn sie 39 ist und ihr Kinderwunsch lodert.

Sie könnten es aber doch bitte versuchen, sage ich.
Gott, wie ich das hasse, mich nonstop vor jungen, unempathischen Mädels (sind halt immer Mädels) demutsvoll verhalten zu müssen.

Sie schweigt.

Montag in zwei Wochen 11.00 bei Dr. XY.
Suuuper!
Gott, wie ich mich freue. Ein Termin, ein Termin.
Vielen Dank!
Wie ist denn Ihr Code?
Mein was?
Ihr Dringlichkeitscode.
Ähem.. Brauche ich den?
Natürlich.

So natürlich finde ich das gar nicht. Ich wache nicht morgens auf und denke: Yeah, heute mal vier Dringlichkeitscodes. Gegoogelt habe ich auch nicht vorher.


Einmal im Leben wollte ich etwas erledigen, ohne vorher ein Internet-Studium zu absolvieren.


Klappt ja hervorragend.

Ich lerne: ohne Dringlichkeitscode kein Termin. Ohne Hausarzt, der diesen erzeugt und in eine Überweisung hämmert, kein Dringlichkeitscode. Ganze Aktion und Warteschleife für ümme. Könnte mal gepflegt in die Ecke..

Wir legen auf. Ich hab keinen Bock mehr. Rufe trotzdem bei der Hausärztin an.
„Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Diese sind... „
Stimmt. Wir haben Mittwoch.

Donnerstag morgen.
Ich rufe bei der Hausärztin an. Nein, soo schnell ginge das nicht. Ich solle nachmittags wieder anrufen.
Postit Nr. 45 wandert neben die 44 anderen, die mich daran erinnern irgendwann bei irgendwem dieses oder jenes zu erflehen.

Nachmittags ist erst ewig besetzt, dann geht niemand dran. Irgendwann habe ich die Dame wieder. Sie diktiert mir ellenlange Codes. Die neuen Überweisungen kommen per Post. Nächste Woche. Irgendwann.

Ich rufe wieder bei der KV an. Sie haben schon Feierabend. Ich nicht. Chroniker haben immer 25 Anträge und Widersprüche auf dem Tisch, um die sie sich kümmern müssen, wenn gerade keine Anrufschlangen warten.

Freitag.
Wieder KV. Warteschlange nur rund 15 Minuten.


Haben sich wohl schon fast alle erhängt, die es seit Montag versuchen.


Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Dem Neurologen.

Kürzlich war ich bei einem Neurologen. Fünf Monate hatte ich auf den Termin bei ihm gewartet. Dann fühlte er sich nicht berufen, meine Notfall-Medikamente zu verschreiben. Er war nämlich nicht Neurologe-Schrägstrich-Psychiater. Die Notfall-Medikamente bekomme ich zwar nicht aus psychiatrischen Gründen, aber es sind ursprünglich psychiatrische Medikamente. Und die darf dann nur ein Schrägstrich-Psychiater verschreiben.

Ich bitte, einen Neurologen-Schrägstrich-Psychiater zu suchen, damit ich auf Dauer nicht zwei verschiedene Ärzte aufsuchen muß.

Aber bei Ihnen auf der Überweisung steht nur Neurologe?
Ja.
Dann suche ich auch nur einen Neurologen.

Ich beiße in den neuen Schreibtisch.

Das ist doch irrelevant. Auf der Überweisung steht ja auch nicht: Patientin darf nicht zu einem Neurologen-Schrägstrich-Psychiater gehen. Wenn Sie zu einem Orthopäden gehen und der ist parallel Osteopath, dann ist der doch trotzdem noch Orthopäde.

Sie schweigt.

Ich atme in den Bauch.
Ein.
Aus.


Ich übe mich in Autosuggestion.


Ich bin ein ruhiger Fluß und gleite durchs Leben.
Klappt.
Erhalte einen Termin. Bei einem Neurologen-Schrägstrich-Psychiater. Worüber man sich halt so freut im Leben.
Andere kaufen sich Schuhe.

Nächster Arzt.

Ich diktiere den Code.
Der ist falsch, sagt die junge Frau.
Ich diktiere ihn mit diesem Wortgedönsalphabet. ...D wie Dora. X wie Xylophon.
Der ist falsch, sagt die junge Frau hörbar genervt.

Ich zweifel kurz an meinem Verstand. Besonders konzentriert bin ich generell nicht mehr mit meinen Krankheiten und zig Medikamenten.
Bitte könnten Sie mal kurz vorlesen, was Sie eingetippt haben?
...und DZ. 

Da haben wir es: DX. Xylophon.


Vielleicht hätte ich besser Xavier Naidoo gesagt, ich Omma. 


Wer kennt schon ein Xylophon in dem Alter.

Sie hat einen Termin. In einem Vorort. Ich sage dazu nix. Zu dem Facharzt muß ich hoffentlich eh nicht oft, da kann ich auch mal die Energie von zwei Tagen für investieren.

Noch einer? 
Ja, noch einer.
Sie schnaubt.

Ist immer super, wenn kerngesunde Menschen denken, man tingele zu den Fachärzten, nur um sie zu nerven.

Arzttermin 3: in zwei Wochen, 8.15 Uhr.

Oh je, oh je. Das ist utopisch. Morgens ist meine schlimmste Zeit. Da schaff ich höchsten von Bett zu Sofa zu schlurfen. Und zurück. Sonst nichts. Nachts könnte ich super Arzttermine absolvieren. Auch mit Migräne. Aber morgens ist bei vielen Mastozytose-Patienten absolut rein gar nichts zu holen.

Würde man mir eine Reise zu meinem Traumziel New England schenken mit Chauffeur vor Ort und Privatkoch und die würde morgens um 8 starten: Ich wäre nicht dabei.

Entschuldigung, sage ich, ich würde den echt gerne nehmen, aber ich bin krankheitsbedingt früh morgens absolut nicht in der Lage, irgendwo hin zu fahren. Selbst wenn ich ein Taxi quer durch Hamburg zahlte und darin frühstückte..Wenn ich zusammenklappe und das wird bei der Brachialaktion nach 3-4 Stunden Schlaf passieren, habe ich niemanden, der für mich agiert.

Sie müssen nehmen, was Sie bekommen.


Nun platzt mir aber langsam der Kragen. 


Ich bin 100% schwerbehindert. Nicht aus Spaß, sondern weil meine Krankheiten mich so massiv im Alltag behindern. Ich lieg nicht hier morgens im Bett, schaukel mir die Eierstöcke und denk: Nöö, bevor ich nicht in Ruhe geschminkt und onduliert bin, gehe ich nirgendwo hin.
ES. GEHT. NICHT.

Würden Sie das auch einem Rollstuhlfahrer sagen, wenn der Termin im 4. Stock ohne Fahrstuhl ist?
Was?
Daß er den Termin wahrnehmen muß, egal ob er da hoch kommt oder nicht.


Ihre Antwort kenne ich leider nicht. Da war das Gespräch dann nämlich weg. Danach war besetzt. Und irgendwann hatte ich die Nase voll.

3 Tage Ackerei.
3 Tage, an denen alles andere im Haushalt brach lag und aufgeholt werden mußte.
 Seit 20 Jahren verpulvere ich schon meine nicht vorhandene Energie mit den Fallstricken des Gesundheitssystems.

Aber ich habe schon mal zwei Termine. Im Großraum Hamburg.
Immerhin.


Chronisch krank? Ein Fulltime-Job! Beispiel: Arzttermine ergattern



Hier kommt ein Stimmchen aus dem Off. Ihr denkt vermutlich: Ach, die Frau E., die sitzt schön an der Alster und erholt sich von dem einjährigen Streß. Und lernt schön in Ruhe Hamburg kennen. Ganz ehrlich: nach insgesamt über sieben Monaten kenne ich von Hamburg nicht gravierend viel mehr, als vor meinem Hinzug. Und das war nicht viel. Warum?

Die ersten Monate ging jedes Energie-Körnchen für die Wohnungssuche drauf. Das hat mich kartographisch geschult. Mal nett rumsitzen und erleben, wo ich jetzt eigentlich wohne, konnte ich nicht.

Nach dem finalen Umzug vergingen locker drei Wochen mit Auspacken und Räumen. Nicht, daß ich so viel besäße. Ich habe ja aussortiert wie eine Wilde letztes Jahr. Aber wenn man jeden Handschlag in einer neuen Wohnung alleine machen muß und vom Umzug so fertig ist, daß man nahezu nonstop krank auf Bett und Sofa dämmert, dauert das eben etwas.

Also wieder keine Zeit, meine neue Heimat zu erleben. Soll sehr schöne Ecken geben. Berichten mir zumindest meine Gäste von ihren Exkursionen.

Ich kenne vor allem viele Straßen, viele Ampeln, viele andere Autos. Und Haltestellen von Bus und Bahn kenne ich auch bereits einige. Nach dem groben Sortieren der neuen Bleibe, hätte ich endlich die schönen Ecken kennenlernen können. Doch das Einzige, das ich jetzt ganz genau kenne, ist einer der Hauptgründe, warum ich so viele Jahre gezögert habe, mein gewohntes Umfeld zu verlassen, obwohl das Klima dort mich unfaßbar schlimm gequält hat.

Ärzte.

Nicht, daß die Ärzte in Düsseldorf per se besser wären als anderswo. Aber ich hatte nach diversen Try-and-Error-Aktionen gute gefunden. Ärzte, die bereit sind, auch komplexe Fälle wie mich zu behandeln. Ärzte, die einen nicht entnervt aufgeben, weil keine Besserung zu erwarten ist. Ich hatte ein System, das fluppte. Und ich ahnte, es würde mich extrem viel Anstrengung und Nerven kosten, von Null zu beginnen.

Daß Facharzttermine in Hamburg zu ergattern, noch schwieriger würde, als eine Wohnung zu finden, ahnte ich zum Glück nicht. 


Und daß ich nach einem Jahr, in dem ich mich nonstop engagieren mußte, schon wieder nicht in meine Sofakissen plumpsen kann, um endlich zu verschnaufen, ahnte ich zum Glück ebenfalls nicht

Bei Wohnungen erhält man wenigstens mal einen Termin. Bei Ärzten nicht mal, wenn man jemanden kennt, der einen kennt, dessen Hund mit dem Arzthund in die gleiche Huta geht.

Bevor ich mir 44 Bewertungen bei jameda durchlese, von denen vermutlich diverse Ärzte 42 selber geschrieben haben, vertraue ich doch lieber Menschen, die sich schon mal in die Händer derer begeben haben. Meistens gibt es Tipps. Von fünf Tipps fallen 4 gleich wieder weg: einer praktiziert nicht mehr und drei sind locker 1,5 Stunden Gurkerei entfernt. Hamburg ist ja so klein denn nicht. Das wären 1,5h hin, 2h vor Ort, 1,5 zurück. Bei einer Energiespanne von maximal zwei Stunden. Finde den Fehler.

Einer bleibt. Und hört sich super an Nur kurz einen Termin ausmachen und fertig.

Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Diese sind...
ICH WEISS WIE DIESE SIND!

Timer stellen.
Inzwischen Facharzt 2 recherchieren.

Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
..

Patzige Stimme einer hörbar jungen Sprechstundenhilfe leiert den Arztnamen runter. Wie kann man so jung und schon so patzig sein?
Ich sage mein Sprüchlein auf.

Sind Sie schon Patientin?
Nein.
Herr-Frau-Dr-Dingens nimmt keine neuen Patienten auf.
Nie mehr?
Doch.
Und?
Und was?
Ab wann wieder?
Frühestens 2018.


2018 bin ich entweder tot oder hab das Problem alleine gelöst


Jetzt doch zu Jameda. Wenigstens gibt es dort eine Kartensuche. Die denken mit.
Nach der Lektüre von Bewertungen folgt die Analyse: Welche sind orthographisch durchgehend so korrekt, daß sie vermutlich von derselben Person geschrieben wurden. Wer jemals Facebook-Kommentarleisten durchlas weiß: Orthographie ist irgendwann in den 1970ern ausgestorben. Still und leise.

Dann noch die Ärzte streichen, die Oberkoryphäen sind. Wer Oberkoryphäe ist, verbringt seine Zeit meist mehr mit Honeurs, Tagungen und Privatpatienten. Und das bin ich ja dummerweise nicht. Mein Hirntumor bequemte sich unbequem zu werden, als ich in meiner Promotion an der Universität steckte. Hätte er ruhig mal noch ein paar Jahre warten können.

Anruf bei Facharzt 3.
Ich komme sofort durch. Allerdings nur bis in die Warteschleifenansage. Diese wiederholt sich alle 20 Sekunden.
Nachdem ich läppische 25 mal dem Text gelauscht habe, geht eine Dame dran.

Sind Sie schon Patientin?
(Ich traue mich kaum, was zu sagen. Vorsichtig hauche ich: ) Nein, leider noch nicht.
Pause.

Privat oder Kasse?
Kasse. (aka A..karte).
Im Hintergrund schlagen Terminkalenderseiten um.
Raschel, raschel, raschel, raschel, raschel.
Da hätte ich am 21. November wieder was frei.
November?!
Ja.
Wir haben Juni.
Ja.
Ich habe aber fiese Schmerzen und kann seit Tagen nur noch humpeln.
21. November.
Und wenn ich vorher einspringe, wenn jemand absagt?
21. November.

21. November. Na, da hätten wir ja schon mal einen Termin.
Löst zwar nicht im Geringsten mein aktuelles Problem, aber wer weiß, welche orthopädischen Beschwerden ich am 21. November so habe.

Ich bin erschöpft und möchte mich hinlegen. Geht aber nicht. Der Timer zum Sprechstundenbeginn piept. Ich werfe eine Migränetablette ein und greife zum heißgelaufenen Smartphone.

Zurück auf Los zu Facharzt 1


Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Diese sind bla bla und 15-18 Uhr.
Ich schaue auf die Uhr. Wir haben 15.15 Uhr.
Um 15.20 rufe ich wieder an.
Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Diese sind bla bla und 15-18 Uhr.
Um 15.30 rufe ich wieder an.
Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an. Diese sind bla bla und 15-18 Uhr.

Um 15.35 ist besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
Besetzt.
Anruf.
..

Da. Ein Freizeichen. Ein Freizeichen. Ooooh, ein Freizeichen.
Praxis Dr. Ding und Dong und Klang.
Sprüchlein aufsagen.

Dr. Ding nimmt zur Zeit keine neuen Patienten an. Ich könnte Ihnen in vier Wochen einen Termin bei Dr. Klang anbieten.
Na, super, Dr. Klang habe ich nicht recherchiert.

Wenn man einen Arzt in einer Gemeinschaftspraxis angeboten bekommt wie geschnitten Brot, ist es oft der junge Hase frisch von der Uni 


Und die übermotivierten Hasen frisch von der Uni haben meiner Erfahrung nach in der Regel nicht die geringste Vorstellung davon, daß der menschliche Körper nicht 1:1 so funktionert wie man es in den Thieme-Büchern so liest. Die meisten sagen zu allem, das man als Symptom berichtet "Das kann nicht sein."

Wenn man irgendwann mal einen Arzt tot im Sprechzimmer findet, nachdem ich einen Termin hatte, dürften seine letzten Worte bekannt sein.

Während die Dame redet, klicke ich schnell die Webseite der Praxis auf. Und siehe da: Der schmucke Hase ist höchstens 30. Wenn denn überhaupt. Behandeln dürfte der mich gerne mal. Nur nicht als Arzt.

Seine Vita liest sich auch zu stromlinienförmig für meine unstromlinienförmige Anamnese. Experimente dieser Art kann ich mir zeitlich und nervlich nicht erlauben. Ich verstehe ja, daß alle direkt von der Uni erst lernen müssen. Habe ich ja selber in meinem Berufsbereich auch gemußt. Und ich ahne, wie sehr ich meine Kollegen damit gequält habe. Wenn ich aber jetzt einen Monat auf diesen Arzt warte und dann bewahrheiten sich meine Befürchtungen, stehe ich wieder bei Null. Und das kann ich als Dienst an der ärztlichen Alltagserfahrung nicht leisten.

Ziemlich zerknirscht lehne ich ab und falle aufs Bett. Migräne kurieren. Erschöpfung kurieren. Frust kurieren.
Wieder ist ein kompletter Tag mit Krankheitsadministration vergangen. Genauso wie gestern. Und vorgestern. Und vorvorgestern.

Ich habe mich seit Wochen weit über meine Kräfte ausgepowert, um Gesundheitsthemen zu administrieren und bei Ärzten unterzukommen. Alles andere mußte liegenbleiben. Zum ersten Mal im Leben erhalte ich Mahnungen. Und was ist das Ergebnis? Ein Termin Mitte November. Und zwei bereits absolvierte Termine mit ohne Ergebnis.

Ach ja doch eines: ich soll bitte vor der Weiterbehandlung folgende zwei bis drei Fachärzte aufsuchen und dieses und jenes untersuchen lassen. Und dann zurückkommen. So kann man Patienten hervorragend für mindestens ein halbes Jahr loswerden.

Und dann fällt mir plötzlich etwas ein: Es gab doch mal eine Gesetzesänderung, nach der man innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin bekommen soll. Das muß ich gleich mal recherchieren.
Und was dabei wieder alles so passiert ist, das erzähle ich Euch beim nächsten Mal. 

P.S. Diesen Text tippte ich, während ich in einer Arzttelefonwarteschleife hing. Komplett. Mit Fotobearbeitung. Das hat einen Amoklauf verhindert.


G20: Ein paar Gedanken vor der Rückehr in die Normalität




Nun ist der Gipfel vorbei, die ersten Wunden Hamburgs sind beseitigt. Das Netz ist voll mit guten Texten. So zweifele ich natürlich, ob es Text Nr. 250.000 auch noch braucht? Vermutlich nicht. Aber die Gedanken zu meinen wesentlichen Fragezeichen sind bereits getippt, wie immer, wenn mich etwas beschäftigt und ich es verarbeiten muß.

Mein Umzugsfinale mit Moser-Man aka Trump für Arme

Allgemeinzustand von Frau E. am Umzugstag

Der Umzug noch mal. Hat ein wenig gedauert mit dem Finale zum Finale: Kisten. Ihr wißt schon. Auspacken, sortieren, zusammenklappen, Lampen aufhängen, wieder sortieren, alles durchwaschen, unter einem Wäscheberg zusammenbrechen. Und wieder sortieren. Aber zurück zum Ende des Umzugstages. Das wurde nämlich nochmal kurz spannend.

Home sweet home: Der finale Umzug in mein eigenes Zuhause

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Kurz hinterm Totalzusammenbruch (Ja, genau. So meine ich es) habe ich die für mich turboperfekte Wohnung gefunden. Wer ab und zu hier rechts in die Facebook-Spalte schaut, weiß das natürlich schon.
Damit ich überhaupt nochmal mit meinen Stories on track komme, mache ich jetzt einen groooßen

HÜPF

und springe zum Umzugstag. Der war nämlich schon am Dienstag.
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